Schulentwicklung an der Grundschule Rennertstraße 10

 

Personalentwicklung

·         Professionalisierung

- bedarfsorientierte schulinterne
  Fortbildungen

- pädagogische Konferenzen

- Zusammenarbeit mit der
  Universität München:
  Lernnetzwerk "Qualitätsstei-
  gerung im Förderunterricht"
  und "Förderung der Lese-
  kompetenz“

 
Aktuelle Lernnetzwerke
  Pilotprojekte
  "Lernen vor Ort" und "Neue
  Lernkulturen"

- Teilnahme an MÜKOS
  (Münchner Konzept für
  Schulprogrammentwicklung)

 ·         Teamarbeit

- Jahrgangsstufenteams
- Team-Teaching
- Kollegiale Hospitation
- Jour Fixe

·         Kerngruppenarbeit

- Erhöhung der Führungs- und
  Entscheidungskompetenz
  durch die Übernahme eigener
  Aufgabenbereiche

·         Evaluation

- Überprüfung der Effektivität
  und Nachhaltigkeit der päd.
  Bemühungen – Einsatz ver-
  schiedener Messinstrumente
  auch mit Unterstützung der Uni
  München und Halle

 

Unterrichtsentwicklung

·        Förderung von Ich- und Sozialkompetenz

- wertorientiertes Schulklima

- Projekt „GS Rennertstraße-
  miteinander elefantenstark“

- Schulversammlungen, Paten-
  schaften, Klassensprecher-
  konferenzen, Klassenrat,
  Stockwerkbesprechungen,
  Helfer...

 

·         Förderung von selbsttätigem und selbstverantwortlichem Lernen

- Formen offenen Unterrichts

- Einsatz des Computers

- Arbeit in der Lernwerkstatt
  auch Übergangsmanagement
  KITA - GS

- Projektarbeit

- Phonetischer Ansatz beim Er-
  werb der Schriftsprache

- Rechtschreibtraining mit
  der Lernkartei

- Tutorensystem

- Methodenkompetenztraining

- klassenübergreifendes Projekt:
  Förderung der Lesekompetenz
  (individuelle Förderung, Lese-
  studio, Lesen mit antolin.de,
  Lesewettbewerbe, Buchaus-
  stellung...)

- Lernschienen

Organisationsentwicklung

·         Corporate identity

- regelmäßige Überprüfung von
  Leitbild und Schulprogramm

- Darstellung des Schulprofils in
  der Öffentlichkeit: Flyer,
  Jahresbericht, Homepage,
  Presse, Broschüre...

·         Modernes Management

- Transparenz durch Information

- Lehrerkonferenz als Entschei-
  dungsgremium

- Delegation von Aufgaben

·        Öffnung nach außen

- Beteiligung von Eltern

- Zusammenarbeit mit Nachbar-
  schulen

- Zusammenarbeit mit Sport-
  vereinen

- Gegenseitige Hospitationen
  von GS – und RS/GYM- Lehr-
  kräften

- Arbeitskreis KIGA - GS

- Schüleraustausch mit Euro-
  päischer Schule

- Beteiligung a.d. Stadtteilkultur

- Zusammenarbeit mit dem
  Internationalen Bund
  (Projekt: Schule mal anders
  Deutschkurs für Mütter)

 

 

 

I. Innovationsschwerpunkt: Miteinander elefantenstark

 

Beteiligte:

Alle Lehrer und Schüler sind an dem Langzeitprojekt beteiligt.

Beweggründe:

In einer zunehmend pluralistischen Lebenswelt brauchen Kinder klare Werte und Normen, an denen
sie sich orientieren können. Aufgabe der Schule ist es, Maßstäbe zu setzen und  Kinder in ihrer
Persönlichkeitsentwicklung und Sozialkompetenz  durch die Vermittlung von Werthaltungen und das
Übertragen von Eigenverantwortung zu stärken. Schule leistet damit einen wichtigen Beitrag bei der
Erziehung zu freiheitlich – demokratischen Verhaltensweisen.

Ziele:

  • Schaffung eines wertorientierten Schulklimas, in dem sich alle angenommen fühlen
  • Bereitschaft der Schüler, das schulische Miteinander aktiv zu gestalten und Eigenverantwortung zu übernehmen.

Maßnahmen

1. Vermittlung traditioneller Sekundärtugenden

 

Mit einer Auftaktveranstaltung wurde im März 2002  das klassenübergreifende Langzeitprojekt „GS
Rennertstraße – miteinander elefantenstark“ eingeführt. Alle Schüler und Schülerinnen beschäftigten
sich mit der Frage: „Was können wir tun, damit sich alle an unserer Schule wohl fühlen?“
Klassenintern diskutierten die Kinder über Problempunkte und Wunschvorstellungen. Die Ergebnisse
wurden an einem eigens dafür hergestellten lebensgroßen Baum in der Aula fest gehalten und je nach
Nennung gewichtet. In folgenden Bereichen sahen die Kinder Handlungsbedarf:

 

Ordnung, Höflichkeit, Freundlichkeit und Rücksichtnahme, Ehrlichkeit und Fairness, Stille

 

                  

 

Seit mehreren Jahren wird nun mehrere Wochen hinweg abwechselnd ein Bereich ausgewählt, um
den sich alle Lehrkräfte und Kinder besonders bemühen.

Mit Hilfe von kindgemäßen Evaluationsinstrumenten lernen die Kinder ihr eigenes Verhalten kritisch
zu beobachten und richtig einzuschätzen. Nachfolgend seien nur einige Beispiele genannt: Auf einer
Zielscheibe durften die Schüler  zu Wochenbeginn jeweils ein Feld vorrücken, wenn sie in Klassen-
zimmer, in der Garderobe, in den Toiletten und auf dem Pausenhof Ordnung gehalten hatten.

Über ihre Bemühungen um höfliches, rücksichtsvolles Verhalten ( grüßen, bitten und danken, Türen
für Nachfolgende aufhalten, keine Schimpfwörter verwenden, anderen zuhören, niemanden beim
Arbeiten stören) führte jedes Kind ein Lerntagebuch. Die Kinder hatten die Aufgabe, sich selbst zu
beobachten und am Ende eines Schultages ihr Verhalten in ihrem Lerntagebuch zu bewerten.
Besonders beliebt war bei den Kindern auch ein  großes Glas, in das sie jeden Tag einen bunten
Tischtennisball werfen durften, wenn sie sich an vereinbarte Regeln gehalten hatten. Auf einer großen
 Zielscheibe in der Aula wurden die Ergebnisse aller Klassen eingetragen und mit den Kindern
 gemeinsam diskutiert. Wenn sie das gesteckte Ziel erreicht hatten, erhielten die Klassen eine Urkunde
 und als Belohnung einen Tag „hausaufgabenfrei“.

 

2. Schulversammlungen

Ein wichtiger Faktor bei der Durchführung unseres Projektes sind unsere regelmäßigen
Schulversammlungen, zu denen sich alle Kinder und Lehrkräfte in der Aula treffen.

Hier wird besprochen, inwieweit wir bei unseren Bemühungen um ein gutes Schulklima Erfolg hatten
und mit welchem Schwerpunkt wir uns als nächstes beschäftigen wollen. Mit Hilfe von Rollenspielen,
Bildern oder Gesprächen wird dieser Bereich für die Kinder konkretisiert. Anschließend werden klare
Zielsetzungen vereinbart und die Evaluationsinstrumente vorgestellt und besprochen. Mittlerweile
übernehmen bereits Kinder der 4. Jahrgangsstufe selbständig Teile bei der Gestaltung der
Konferenzen.

 

3. Klassensprecherkonferenzen

Alle zwei Monate treffen sich die Klassensprecher der 1.-4. Klassen zusammen mit der Schulleitung
und einer weiteren Lehrkraft zu einer Klassensprecherkonferenz, wo über Probleme oder Wünsche
der Kinder aber auch der Lehrer diskutiert wird. Die Vertreter der dritten Klassen bringen dazu ihre
Patenkinder aus den ersten Klassen mit. Die Kinder lernen dabei, die Interessen anderer zu vertreten,
ihre Anliegen mit Argumenten durchzusetzen, Kompromisse zu suchen und Beschlüsse zu fassen.
Wichtige Themen der bisherigen Schulversammlungen waren die Pausengestaltung (vor allem Regeln
für das Fußballspiel), die Anschaffung von Pausenkisten mit Spielgeräten, Sauberkeit des Schulge-
bäudes und der friedliche Umgang miteinander. Die Klassensprecher sind verpflichtet ihre Mitschüler
über Inhalt und Beschlüsse der Konferenz zu informieren. Jede Lehrkraft erhält ein Protokoll, damit sie
die Arbeit der Klassensprecher unterstützen kann.

Inhalte der Klassensprecherkonferenzen und Schulversammlungen sind eng miteinander verzahnt.

 

4. Klassenrat

Seit dem Schuljahr 2008/2009 findet in jeder Klasse einmal in der Woche zu einem festen Zeitpunkt
der Klassenrat statt.

Der Klassenrat ist ein Gesprächskreis, in denen Kinder ihre Anliegen solidarisch miteinander
verhandeln und zu Lösungen bringen. Die Aktivität in diesen Prozessen liegt vor allem bei den
Kindern.

Der Klassenrat ist ein Programm zur Förderung des Verbalisierens eigener Probleme, aktiver
Problembewältigung und zur Entwicklung von Empathie. Die Kinder erleben Partizipation und üben
Grundprinzipien eines demokratischen Zusammenlebens.

Dabei ist uns besonders wichtig, dass unsere Kinder Ich- Stärke entwickeln, notwendige
Kompetenzen erwerben, um ihre Lebensaufgaben zu meistern, in stärkenden Gemeinschaften
eingebunden sind und Nischen finden, in denen sie diese notwendigen Kompetenzen erlangen, üben
und erproben können. 

 

5. Tutorensystem

Mittlerweile ist es Tradition an unserer Schule, dass unsere Erstklässler von ihren Paten aus der
3. Jahrgangsstufe behutsam in das schulische Leben eingeführt werden. Durch Losverfahren erhält
jedes Drittklasskind ein Patenkind aus der ersten Klasse. Die Großen sorgen dafür, dass die Kleinen
sich im Pausenhof zurecht finden und helfen ihnen im Unterricht. Sie üben mit ihnen lesen, zeigen wie
man richtig mit dem Malkasten umgeht oder unterstützen sie beim Turnen.  Beide Seiten profitieren
davon: Die Kleinen erhalten individuelle Betreuung, die Großen lernen soziales Verhalten und festigen
ihr Wissen durch eine sinnvolle Anwendung. Diese Patenschaft wird in der 2. bzw 4. Jahrgangsstufe
fortgesetzt.

 

Projektergebnisse /Resonanz

 

Innerhalb der letzten Jahre ließ sich ein spürbare Verbesserung im schulischen Miteinander
feststellen. Die Kinder zeigten eine größere Bereitschaft, Regeln anzuerkennen und Verantwortung
zu übernehmen. Das Schulhaus wurde ordentlicher und der Umgangston freundlicher. Im Gegenzug
dazu wurden aggressive Verhaltensweisen von Kindern weniger. Die Rückmeldungen von Eltern,
Lehrkräften, Hauspersonal  und Gästen waren durchwegs positiv.

 

Schwierigkeiten und Unterstützung

 

Unterstützung erhielten wir bei der Umsetzung unseres Projektes vor allem von unseren Partner-
schulen in Südtirol und den Niederlanden, mit denen wir zusammen das Comenius -Projekt SEQuALS
durchführten ( Supporting Evaluation of Quality and the Learning of Schools ). In der Zusammenarbeit
lernten wir viele Messinstrumente kennen, mit denen wir unsere erzieherische Arbeit auch kritisch
überprüfen konnten. Die konsequente Anwendung der Messinstrumente und der damit verbundene
zeitliche Aufwand wurden von den Lehrkräften allerdings manchmal als Belastung empfunden.

Deshalb wird seit zwei Jahren eine Jahresprojektplan in einer der ersten Lehrerkonferenzen
vorgestellt und diskutiert. So können sich alle Beteiligten bei ihrer Planung frühzeitig auf das Projekt
einstellen.

 

Nachhaltige Implementierung / Ausblick

 

Eine kontinuierliche Arbeit der Steuergruppe, die mit immer wieder neuen Ideen dieses Projekt
am Laufen hält, sowie die ständige Präsenz des Themas auf Konferenzen und Schulversammlungen sind
die Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung unserer pädagogischen Zielvorstellungen.

Regelmäßig muss durch Evaluation überprüft werden (z.B. Umfrage, Fragebogen…), ob Kinder,
Lehrer und Eltern mit dem Schulklima zufrieden sind.

 

 

              

 

 

 

II.        Innovationsschwerpunkt: Förderung der Lesekompetenz /
                    
Qualitätssteigerung im Förderunterricht


Im Frühjahr 2004 beschloss das Kollegium der Grundschule Rennertstraße einstimmig, an einem
Lernnetzwerk des Grundschullehrstuhls der LMU München zur Förderung der Lesekompetenz
teilzunehmen. Gleichzeitig erklärten sich der Elternbeirat sowie zwei unserer zugehörigen
Sprengelkindergärten bereit, sich an dem Projekt aktiv zu beteiligen.

Beteiligte:

       

Alle Lehrer und Schüler, z.T. auch Eltern und Kindergärten sind an dem Langzeitprojekt

            beteiligt.

 

Gründe für die Teilnahme:

 

  • ·        Ergebnisse der Orientierungsarbeiten, die zeigten, dass ein Teil unserer Kinder erhebliche
    Defizite in ihrer Lesekompetenz aufwies

  • ·        Bedeutung der Lesekompetenz als Schlüsselqualifikation für Bildungschancen

  • ·        Erfolg versprechende Förderung  der Kinder durch die enge Zusammenarbeit von Elternhaus,
    Kindergarten und Grundschule

  • ·        Professionelle Begleitung durch die LMU München, Austausch mit anderen Schulen

        ( Lernnetzwerk )  

 

Ziele:

  • ·        Steigerung der Lesefähigkeit in allen Kompetenzstufen

  • ·        Auffangen von Risiko – Kindern, die Gefahr laufen, die Schule als Analphabeten zu verlassen

 

Projektdurchführung:

 

Schuljahr

2003 / 2004

     und

fortlaufend

Bilden einer Steuergruppe mit folgenden Aufgaben: Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen und Workshops der LMU, Information des Kollegiums, Entwicklung von Konzeptvorschlägen, Steuerung und Überprüfung des Projektprozesses

 

 

Auftaktveranstaltung für Schulleitungen, Steuergruppen, Kindergartenleitung und Elternvertreter

 

 

Bestandsaufnahme der Leseleistung aller Kinder mit Hilfe der Würzburger Leise- Lese- Probe, um den individuellen Förderbedarf zu diagnostizieren und Fördermaßnahmen bedarfsorientiert zu planen

 

 

Aufstellen von verbindlichen schulinternen Standards und deren Evaluation

 

1.   lesemotivierende Maßnahmen

( Lesen mit Tutoren, Lesewettbewerb, zwei Bücherausstellungen pro Jahr, Bücherbus 14-tägig, Autorenlesung, Büchereibesuch, Lesezertifikate, Wandzeitung in der Aula, Lesenächte, Floh- Lesefitness)

2.   unterrichtliche Maßnahmen

verstärktes Augemerk auf die Vermittlung von Lestechniken zur Informationsentnahme, individuelle Lesezeit von mindestens 25 Minuten pro Tag – integriert in alle Fächer , Internetprogramm zur Förderung der Lesekompetenz: www.antolin.de, tägliches interaktives Vorlesen nach der Pause, tägliche Lesehausaufgabe, Lesen mindestens einer Ganzschrift pro Schuljahr, Arbeit mit Nachschlagewerken, Lesestudio)

 

3.   Fördermaßnahmen

Förderunterricht für Risiko –Kinder mit gezielt ausgewähltem Fördermaterial zu den unterschiedlichen Kompetenzstufen,

täglich eine Stunde Lernschiene in der 1. Jahrgangsstufe beim Erwerb der Schriftsprache,

fest in den Stundenplan integrierte Förderung von Risiko- Kindern und Kompetenzstufenarbeit in der 2.-4.Jgst.- 4-fach differenziert – 2-3 Stunden in der Woche Lernschiene ( siehe weitere Ausführungen )

4.      4.  Miteinbeziehung von Eltern

Regelmäßiges Vorlesen zuhause, Einsatz von Lesemüttern/Lesevätern in der Schule (Lesestudio), Stellwände mit Buchvorstellungen- gemeinsam von Eltern und Kindern angefertigt, tägliche Internetbetreuung in der Schule (Antolin.de)

5.      5.  Arbeitsstrukturen an der Schule

Steuergruppe trifft sich regelmäßig, Inhalte des Projkets sind feste Tagesordnungspunkte auf Konferenzen, regelmäßige Fortbildungen zum Thema, Multiplikation, regelmäßige Evaluation

 

 

 

Fortbildungen für Erstklasslehrkräfte und Förderlehrer zum Thema: Förderung von    Risiko- Kindern

Gezielte Fortbildung von Lehrkräften zu folgenden Themen

- Lesen mit hohem Sinnverständnis

- Fördermaßnahmen für schwache Leser in allen Jahrgangsstufen

- Prävention von Leseproblemen im ersten Halbjahr der 1. Jgst.

- Lesemotivation fördern und strukturierend unterstützen, auch mit dem Fokus auf schwache Leser

 

 

 

Fortbildungen für Kindergartenpersonal und Elternvertreter zum Thema Bedeutung und Möglichkeiten der Leseförderung

 

 

 

Schulinterne Projektwochen

 

 

Evaluation - der Fördermaßnahmen mit Hilfe der Würzburger Leise- Lese- Probe,

                     Salzburger- Lese- Test, Lesefitness – Test, Orientierungsarbeiten

                   - der unterrichtlichen Maßnahmen durch Befragung der Lehrer

                   - der lesemotivierenden Maßnahmen durch Befragung der Schüler

 

 

Auswertung der Ergebnisse – Schlussfolgerungen für die weitere Arbeit / Überprüfung bzw. Veränderung der schulinternen Lesestandards

 

Kompetenzstufenarbeit in der Lernschiene ( am Beispiel der 2. Jgst )

 

-        3 mal pro Woche werden alle Schüler der zweiten Klassen in vier unterschiedliche
Leistungsgruppen aufgeteilt

-        4 Lehrer stehen für 3 Klassen zur Verfügung

-        Förderung findet 4-fach differenziert statt

-        Risikoschüler werden in Kleingruppen gefördert

-        vorhandene Kompetenzstufe wird gezielt gefördert und auf nächsthöhere wird schritt-

weise hingeführt

Durchlässigkeit muss jederzeit gewährleistet sein (enge Zusammenarbeit und Diagnostik)

 

Projektergebnisse

 

Die Testergebnisse nach Ablauf eines Schuljahres wiesen schon eine signifikante Steigerung der
Lesefähigkeit unserer Kinder auf, was sich ebenfalls in den Ergebnissen der Orientierungsarbeiten
widerspiegelte. Auch die Zusammenarbeit mit den Kindergärten zeigte positive Auswirkungen. Die
Kindergärtnerinnen hatten ihre Vorschulkinder intensiv im Bereich der phonetischen Bewusstheit
geschult und somit bestens auf die Arbeit mit der Anlauttabelle beim Schriftspracherwerb vorbereitet.

Die Arbeit in der Lernschiene ist für unsere Schüler äußerst motivierend, weil die Kinder weder über-
noch unterfordert werden und die Kompetenzstufenarbeit stets mit gezielt ausgewählten
Fördermaterial vorangetrieben wird.

 

Schwierigkeiten und Unterstützung

 

Schwierigkeiten bereitete teilweise die aktive Miteinbeziehung der Eltern, da ein Großteil berufstätig ist
und nur wenig Zeit hat. Trotzdem fanden sich aber genügend Eltern bereit, beispielsweise das
Lesestudio ( Kinder lesen Eltern vor ) zu betreuen oder die Antolin- Internet- Betreuung für unsere
Schüler in der Schule zu organisieren.

Auch war es für die Lehrkräfte nicht immer einfach, die in den Standards vorgegebenen objektiven
Lesezeiten einzuhalten.

Die finanzielle Förderung unserer Arbeit durch MÜKOS ermöglichte uns, die entsprechenden
Fördermaterialien anzuschaffen und – mit einer zusätzlichen Elternspende – eine schuleigene
Bücherei mit Antolin – Büchern aufzubauen. Die Eingebundenheit in das Lernnetzwerk des
Grundschullehrstuhls war für uns eine große Hilfe bei der Planung und Durchführung des Projektes.
Qualifizierte Fortbildungsangebote und der kollegiale Austausch innerhalb der Netzwerkschulen
ermöglichte uns die Unterrichtsentwicklung im Bereich Leseerziehung effizient voranzutreiben.

 

Resonanz

 

Das Projekt erhielt große Zustimmung bei allen Beteiligten. Lehrkräfte und Schüler arbeiteten motiviert
 mit dem neuen Fördermaterial und Eltern schätzten die Bemühungen der Schule um eine Steigerung
 der Lesekompetenz. Besonderen Anklang bei den Kindern fand das Internet – Programm „antolin.de“,
 zu dem jedes einzelne Kind Zugang hat, um Fragen zu einem gelesenen Buch zu beantworten.

 

Nachhaltige Implementierung/ Ausblick

 

Regelmäßige Kerngruppentreffen, Evaluation der unterrichtlichen Maßnahmen und die konsequente
Präsenz des Themas bei Lehrerkonferenzen bzw. Elternbeiratssitzungen sorgen dafür, dass das
Projekt ein fester Bestandteil unserer schulischen Arbeit ist.

Die sehr erfreulichen Testergebnisse sind uns ein Ansporn – trotz einem hohen Migrationshintergrund,
auch weiterhin ein besonderes Augenmerk auf die Leseerziehung unserer Schüler zu richten. Dabei
werden wir verstärkt nach Möglichkeiten suchen, das sinnerfassende Lesen bei Kindern mit
nichtdeutscher Muttersprache zu fördern.

 

 

                         

 

 

 

Schwerpunkte im Schuljahr:

1. Weiterarbeit an den Langzeitprojekten: Werteerziehung und Leseerziehung
2.
Kulturelle Bildung
3.
Neue Lernkulturen

 

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