Integration macht Schule im Quartier

 

 

 

Ein Projekt zur Stärkung der Bildungspartnerschaften zwischen Elternhaus, Kindergarten und Schule
 

Integration macht Schule im Quartier 

„Wie funktioniert das Schulsystem in Deutschland?“, „Haben wir unser Kind in den ersten Schulwochen in der ersten Klasse genug unterstützt?“, „Welche Hilfen gibt es bei Lernschwierigkeiten?“, „Gibt es in der Nähe der Rennertschule Deutschkurse?“ 

Diese oder ähnliche Fragen haben viele Eltern, wissen jedoch häufig nicht, an wen sie sich wenden können. Vor allem Eltern, die selbst nicht in Deutschland zur Schule gegangen sind, kennen sich wenig mit dem hiesigen Bildungssystem aus.

Die Informationsdefizite sowie unzureichende Deutschkenntnisse erschweren den Eltern mit

Migrationshintergrund oft die Beteiligung am Bildungsprozess ihrer Kinder und die Kommunikation mit Schule und Kindergarten. 

„Unsere Erfahrungen zeigen, dass Begegnung und Austausch zwischen Eltern, Kitas und Schulen in einem nicht so formellen Rahmen, vor allem wenn noch keine Probleme da sind, gegenseitiges Vertrauen und Respekt stärken.“, erklärt die AWO-Projektleiterin Slobodanka Sljoka. 

„Für die Rennertschule ist partnerschaftliche Erziehungsarbeit von jeher sehr wichtig, um jedes Kind optimal fördern zu können.“ , berichtet die Rektorin Michaela Bormann.

„Schulische Bildungsprozesse laufen immer dann gut, wenn alle an einem Strang ziehen.

Mit dem Elterncafe haben wir eine Plattform gefunden, wo Beziehungsarbeit und persönlicher Kontakt zwischen Eltern und Schule präventiv und kontinuierlich stattfindet.

Wir sind sehr froh darüber, dass das Projekt – Integration macht Schule - konzeptionell von der AWO betreut wird. “, schwärmt Michaela Bormann.   

In den kostenlosen Elterncafés können Eltern in entspannter Atmosphäre, bei Kaffee und Kuchen, Erfahrungen austauschen, wie sie ihre Kinder in schulischen Fragen unterstützen können. Die Informationen und Tipps zu Erziehung und Bildung bekommen sie dort von eingeladenen Fachleuten, sowie vom Schul- und Kindergartenpersonal.

Es werden auch gemeinsame Ausflüge und Besuche zu Bildungseinrichtungen unternommen, damit die Eltern den Stadtteil und seine Angebote besser kennen lernen

können. 

Im heutigen Elterncafé konnten sich die Eltern beispielsweise über die Inhalte des anstehenden Zwischenzeugnisses ihrer Erstklasskinder mit der Konrektorin Frau Frenz austauschen. Darüber hinaus hatten die Teilnehmer die Möglichkeit sich über die Arbeit der Stadträtin Beatrix Burkhardt zu informieren. 

Wichtige Stützpfeiler bei dem Projekt, das seit September 2013 erfolgreich in Neuperlach umgesetzt wird, sind die von der AWO ausgebildeten Elternbegleiterinnen.  Frau Schmidd, Besucherin des Elterncafés meint: „ Toll ist es, dass wir unsere Elternbegleiterin schon als Mutter aus der Schule kennen und wir sie immer ansprechen können.“  Die auf Minijob-Basis tätigen Elternbegleiterinnen sind engagierte Mütter mit Migrationshintergrund, die Familien in ihrem Umfeld aktiv, nach Möglichkeit auch in der Muttersprache, ansprechen und zur Teilnahme an Elterncafés und weiteren Projektangeboten  motivieren. Bei Bedarf begleiten sie interessierte Eltern zu Elternabenden und Informationsveranstaltungen in Schulen und Kitas sowie zu Bildungsangeboten im Stadtteil.  

"Der Besuch im  Elterncafé an der Rennertschule  hat mir sehr deutlich gezeigt, dass diese Einrichtung ein wichtiger Faktor im schulischen Leben einer Schulfamilie sein kann. Besonders beeindruckt hat mich die lockere  Art und Weise, wie hier schulische Informationen weitergegeben  und durch Nachfragen oder Vorschläge durch die Mütter  ergänzt werden. In dieser offenen Atmosphäre ist das Elterncafe für beide Seiten ein Glücksfall. Durch den völlig unkomplizierten Umgang miteinander können zum einen gewisse Berührungsängste vermieden werden und andererseits der Begriff Elternarbeit wirklich mit Leben erfüllt werden. Es war ein toller Vormittag!“

Mit diesen Worten verabschiedete sich die Stadträtin Beatrix Burkhardt bei der Schulleitung und den Gästen. 

In Neuperlach gibt es ImSQ an drei Grundschulen:  (GS an der Kafkastraße 9, GS an der  Rennertstraße 10 und am Theodor-Heuss-Platz) sowie in fünf Kindertagesstätten: (Kita Brittingweg 8, Kita Klabundstraße 6, Kita Schumacherring 20, Kita Sudermannallee 5 und AWO Kita Plivierpark 5). Im Sinne eines „Miteinander-und Voneinander-Lernens“ arbeiten diese Einrichtungen in einem Projektverbund zusammen, der vom BildungsLokal Neuperlach koordiniert wird.

 

Weitere Informationen

Wer mehr Informationen über das Projekt und die Termine der Elterncafés erfahren möchte, kann sich gerne an Projektleiterin Slobodanka Sljoka (Tel.: 51399130, slobodanka.sljoka@awo-muenchen.de) und Bildungsmanagerin Petra Heinen (Tel.: 62837751, petra.heinen@muenchen.de) wenden.

 

 



Liebe Eltern,

wir laden Sie herzlich zu unserem Elterncafé ein!

                    Wann:      Mittwoch, 16. September 2015,
                                    8:00-10:00 Uhr
                    Wo:          Grundschule  an der Rennertstraße 10,
                                    im Raum E 01


Hier können Sie sich in einer angenehmen Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen mit anderen Eltern
austauschen.
Zusätzlich bietet das Elterncafé folgende Möglichkeiten:

- Beratung und Unterstützung bei schulischen und außerschulieschen Fragen

- Vorträge zu unterschiedlichenThemenbereichen wie z.B. Schulsystem, Erziehung,
  Gesundheit u.v.m.

- Ausflüge und Feste

Wir freuen uns auf Sie!
 
 

Ansprechpartnerinnen:   
   
Frau Bormann und Frau Frenz, Schulleitung  Frau Sljoka, Projekt ImSQ 
Tel.:089/ 67 90 41 15-0  Tel.: 089/ 513 99-130 
   
Frau Gieb und Frau Raveendran, Elternbegleiterinnen  
Elterncafé am: 30.09.15, 14.10.15, 28.10.15., 11.11.15, 25.11.15, 09.12.15,
8:00-10:00 Uhr
 
   
   
   
        

Weitere AngeboteWeitere Angebote


Für die Eltern der Kinder, die den dreistündigen Vorkurs Deutsch besuchen, bieten
wir mehrere thematische Gesprächskreise an. In einem Gesprächskreis geht es
beispielsweise darum, wie wichtig es für die spätere Entwicklung des Kindes ist, dass
Eltern ausreichend Vorlesesituationen schaffen.
Auch haben die Eltern - an vereinbarten Terminen – eine Möglichkeit zur Hospitation,
um so ihr Kind im Vorkurs Deutsch zu erleben.

Darüber hinaus versuchen wir durch Lernschienen, Deutschförderkurse, Kurse für
Kinder mit Lese- und /oder Rechtschreibschwäche und individualisierenden und
differenzierenden Maßnahmen
, den Unterricht für unsere Schüler so zu gestalten,
dass jedes Kind die bestmöglichsten Voraussetzungen hat, um erfolgreich lernen zu
können.
Dabei ist uns die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Elternhaus von
herausragender Bedeutung.

Michaela Bormann, Rektorin

 

                                                              

 

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