Projekt Grundschule Rennertstraße
Miteinander elefantenstark

Die Umsetzung in die Praxis
 

Alles fing vor ein paar Jahren an. Im Rahmen einer Schulversammlung überlegten wir zusammen mit allen Schülern, was wir tun können, damit sich alle an unserer Schule wohl fühlen.

 
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Wenn Sie mehr wissen wollen klicken Sie auf folgenden Link:
 http://test.cvo-zwfryslan.nl

Folgende Bereiche wurden genannt und anschließend gewichtet:

1. Ordnung im Klassenzimmer, in der Garderobe, auf dem Pausenhof,
                   im
Treppenhaus, in den Toiletten
2. Höflichkeit: Grüßen, Türe aufhalten, "bitte und danke" sagen
3. Freundlichkeit und Rücksichtnahme: jemandem etwas Nettes sagen,
                   keine schlimmen
Ausdrücke verwenden, zuhören, wenn jemand spricht,
                   leise arbeiten,
wenn es notwendig ist

4. Ehrlichkeit und Fairness
5.
Stille

Festgehalten wurden unsere Ergebnisse an einem großen gemalten Baum in der Aula.
 

 
Im ersten Bereich bewerteten die Schüler selbst wöchentlich die Ordnung in ihrem Klassenzimmer und in der Garderobe:
Waren sie an fünf Tagen ordentlich, durften sie mit ihrer Nadel an einer großen "Zielscheibe" ein Feld nach innen gehen. Schafften sie es an drei oder vier Tagen, blieben sie stehen. Klappte es mit der Ordnung nur an einem Tag oder an zwei Tagen, wanderte die Nadel ein Feld zurück.
So angespornt, machten alle Klassen in kurzer Zeit große Fortschritte in diesem Bereich.

Die Toiletten, das Treppenhaus und der Pausenhof wurden vom Reinigungspersonal und vom Hausmeister beurteilt. Auf einer großen Zielscheibe in der Aula wurde der jeweils aktuelle Stand gezeigt.
 

 

Nachdem unser erster Schritt so gut umgesetzt worden ist, trauten wir uns im neuen Schuljahr an das nächste Thema "Höflichkeit".
Für ein geeignetes Messinstrument hielten wir damals die "Zähl-Stichprobe". Fünf Mütter wurden in unseren Plan eingeweiht und standen an einem bestimmten Tag ab 7.30 Uhr im Eingangsbereich und an den Türen zu den einzelnen Stockwerken. Sie hatten die Aufgabe, jedes "Guten Morgen" und jedes "Türe aufhalten" zu zählen. Das Ergebnis war bitter. Von ca. 260 Schülern grüßten nur 11 Kinder, die Türen wurden dagegen von mehreren aufgehalten.
In einer anschließenden Schulversammlung waren auch die Schüler sichtlich schockiert über diese Zahlen. Wir nahmen uns vor, das zu verbessern und setzten uns als Ziel, dass bis Weihnachten mindestens 80 Kinder es täglich schaffen zu grüßen. Jede Klasse legte für sich selbst fest, wie oft sie "bitte und danke" sagen werden. Und wirklich hörten wir nun von allen Seiten nette Begrüßungen, und die Türen öffneten sich oft wie von selbst.

Kurz vor Weihnachten fand eine erneute "geheime" Zählung statt. Das Ergebnis war jedoch nur etwas besser als zu Beginn. Wir überlegten, woran das liegen könnte. Vielleicht werden unbekannte Erwachsene nicht begrüßt? Vielleicht haben wir bei der Zählung gerade einen schlechten Tag erwischt?

So einigten wir uns in der Kerngruppe, ein neues Messinstrument auszuprobieren, das "Lerntagebuch".

In einer Lehrerkonferenz wurde der Umgang mit diesem dem Kollegium vorgestellt. Das Lerntagebuch, das nun jeder Schüler eigenverantwortlich in die Hand bekam, verlangte von den Kindern, dass sie sich zuerst einmal selbst ganz gut beobachten mussten. Am Ende jedes Tages durften sie sich einen Smiley eintragen, wenn sie 5x gegrüßt, 5x bitte oder danke gesagt haben und 5x jemandem die Türe geöffnet haben. Anschließend wurde in der Klasse darüber geredet. Am Freitag wurden alle Smileys zusammen gezählt und es wurde von jedem Kind ein persönlicher Vorsatz für die folgende Woche formuliert.

Diese Art der Selbstbeobachtung und – verbesserung war ein voller Erfolg:

Bei der letzen Schulversammlung im Februar 03 gab es zum Bereich Höflichkeit von allen Seiten ( Lehrern, Sekretärin, Hausmeisterehepaar, Praktikant ... ) nur allerhöchstes Lob für die Kinder.

                                                                 

 

Jetzt konnten wir uns gleich unseren nächsten Programmpunkte vornehmen: "Freundlichkeit und Rücksichtnahme".

In der Schulversammlung erarbeiteten wir gemeinsam mit Hilfe von kleinen Sketchen die dazugehörigen Unterbereiche:

        - Ich bin still, wenn ich alleine arbeite.
      
 - Ich höre zu, wenn jemand spricht.
        - Ich sage öfter mal jemandem etwas Nettes.
        - Ich sage keine Ausdrücke.

Als Messinstrument erhielten die Schüler für die nächsten vier Wochen das bewährte Lerntagebuch, nur diesmal mit der neuen Thematik und dazu passenden Symbolen.
Außerdem bekamen die Kinder unser neues Schulmotto mit auf den Weg ins Klassenzimmer:

Nett sein macht Mut, das tut allen gut!

Schulversammlung

Alle Schüler und Schülerinnen der Grundschule an der Rennertstraße treffen sich regelmäßig in der Aula zur Schulversammlung. Dort besprechen wir alles Wichtige, damit sich alle an unserer Schule so wohl fühlen, dass sie gut arbeiten und lernen können.
In der letzten Schulversammlung haben 6 Schulversammlungs-Helferkinder zwei Theaterstücke zur Ordnung vorgeführt. Einmal wie es falsch ist und anschließend nach vielen guten Ideen des Publikums noch einmal, wie es richtig ist. In den nächsten Wochen kümmern sich alle 260 Schüler und Schülerinnen der Rennertstraße um ein ordentliches Klassenzimmer und um eine saubere Garderobe. Dafür sammelt jede Klasse Bälle in einem Glas, um auf der Zielscheibe weiter nach innen zu rücken.
Die Ordnung auf dem Pausenhof begutachten die Viertklässler.

Wir halten Sie/dich auf dem Laufenden, wie es weiter geht.

 

 

Werteerziehung an der Rennertschule

 

Seit einigen Jahren arbeitet unsere Schule innerhalb der klassischen Bereiche einer professionellen Schulentwicklung mit dem Ziel, die Qualität von Unterricht aber auch Erziehung zu fördern.

Dabei ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit im Bereich der Sozialkompetenz mit den Kindern zusammen auf demokratische Weise das alltägliche Schulleben positiv zu beeinflussen.

Seit mehreren Jahren ist das Langzeitprojekt „ Miteinander sind wir elefantenstark “ an unserer Schule installiert, wobei wir versuchen Maßstäbe zu setzen und Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Sozialkompetenz  durch Vermittelung von Wertehaltungen und das Übertragen von Verantwortung zu stärken.

Über die tägliche Unterrichtsarbeit hinaus versuchen wir unsere Kinder in Schulversammlungen und Klassensprecherkonferenzen zu einer sensibleren Wahrnehmung in diesen Bereichen zu führen.

Als zusätzlichen Baustein wollten wir uns dieses Jahr die Methoden des Theaters nutzen und konnten durch die finanzielle Unterstützung des Bezirkausschusses 16 und des Elternbeirats das Mit- Mach- Theater- Trampelmuse an unsere Schule zu zwei Aufführungen holen
.

 

Das interaktive Projekt mit dem Titel „ Wehr dich doch “ lässt es zu, dass sich die Kinder während des Stückes einbringen können, Lösungen vorschlagen und Verhalten einüben können.

Es werden alltägliche Konfliktsituation aus kindlicher Sicht thematisiert.

Im Stück werden Opfer- und Täterrolle gezeigt, aber auch die „Wegseher“ thematisiert. Gefühle aus der Sicht von Jungen und Mädchen werden angesprochen, was wiederum alle Kinder motiviert.

Positive Konfliktlösungsstrategien, gewaltfreie Kommunikation und Übernahme von Verantwortung werden aufgezeigt und mit den Kindern zusammen eingeübt.

Es zeigt sich ganz deutlich, dass das Bündel an Maßnahmen und unsere konzentrierten Aktionen sehr erfolgreich sind.

Dies wird uns auch immer wieder von Eltern, Gästen der Schule und unseren Kindern selbst rückgemeldet.
 

 

 

 




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Unsere Päckchenübergabe in der Asylantenunterkunft
an der Rosenheimerstraße


   

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